5-Tages-Reise der Markusgemeinde "Auf den Spuren Luthers"

Lebendiger kann Geschichte kaum sein: 35 Teilnehmer erkundeten vom 14. bis zum 18. Juni 2017 die Ursprünge der Reformation, indem sie sich miteinander auf den Weg machten. Die fünftägige Studienreise der evangelisch-lutherischen Markusgemeinde Schneverdingen führte zu den wichtigsten Stätten des Geschehens vor 500 Jahren. Organisiert und geleitet wurde die Fahrt von Pastor Frank Hasselberg, der mit einigen Überraschungen auch für ein kurzweiliges Programm an Bord des Busses sorgte.

Zunächst ging es am frühen Morgen ab der Eine-Welt-Kirche durch den Thüringer Wald nach Eisenach, wo die Gruppe ihr erste Stadtführung erhielt, bei der neben Martin Luther auch Johann Sebastian Bach gewürdigt wurde. Dann ging es hinauf zur Wartburg. Dort hatte Martin Luther Schutz gefunden und als "Junger Jörg" in der sogenannten Lutherstube in Rekordzeit das Neue Testament ins Deutsch übersetzt. Im Jubiläumsjahr der Reformation gibt es dort außerdem eine interessante Sonderausstellung zu sehen.

Der zweite Tag führte die Gruppe nach Erfurt, wo Martin Luther studierte und als Mönch im Augusterkloster lebte. In der dortigen Klosterkirche nahm die Gruppe am Mittagsgebet teil. Die Hauptstadt Thüringens hatte auch sonst einiges zu bieten, von der Krämerbrücke über Dom und Severikirche bis zu lauschigen Plätzen am Ufer des Baches, so dass alle die freie Zeit bei einem Bummel genießen konnten.

Am nächsten Tag stand Torgau auf dem Programm. Die dortige Schlosskirche ist der erste protestantische Kirchenbau, der nach Luthers reformatiorischen Vorstellungen errichtet wurde. Sie ist bis heute fast unverändert erhalten. Hier predigte der Reformator zur Einweihung im Oktober 1544 und auch danach noch mehrfach. Übrigens ist das Schloss die einzige Anlage, die von Bären bewacht wird: Zurzeit leben drei Braunbären im Burggraben, die natürlich von allen bestaunt wurden. In der Torgauer Marienkirche ist Katharina Luther beigesetzt, ihre Grabplatte erinnert daran. Auch gibt es in der Stadt die Gaststätte "Herr Käthe" - so der Kosename Luthers für seine Frau. Von dort aus fuhr die Gruppe nach Leipzig, wo Zeit zum Bummeln bestand. Abends besuchte sie eine hörenswerte Motettein der vollbesetzten Thomaskirche, ein ganz besonderes Erlebnis.

Ein weiteret Höhepunkt erwartete die Reisegruppe am vierten Tag mit dem Besuch in Lutherstadt Wittenberg. Hier war Martin Luther als Theologieprofessor tätig. Hier schlug er der Überlieferung nach seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche. Daran erinnert heute die sogenannte Thesentür. Damit löste er eine Bewegung aus, die ganz Europa erschütterte und schließlich zur Bildung der evangelischen Kirche führte. In der Schlosskirche kann man auch die Gräber von Martin Luther und Philipp Melanchthon besuchen. Außerdem läuft zur Zeit in Wittenberg die Weltausstellung Reformation, so dass die Entscheidung schwerfiel, welche der zahlreichen Attraktionen man auswählen sollte. Viele Reiseteilnehmer bescuhten auch das berühmte 360 Grad-Asisi-Panorama, in dem sich lebensecht in das mittelalterliche Wittenberg zurückversetzt fühlt. Beeindruckend auch die Stadtkirche mit ihren zahlreichen Bildern von Lucas Cranach dem Älteren.

Der fünfte und letzte Tag führte nach Lutherstadt Eisleben. Hier stehen sowohl das Geburts- als auch das Sterbehaus Martin Luthers. Die Gruppe nahm am Gottesdienst in der St. Petri-Pauli-Kirche teil, in der Martin Luther getauft wurde und die nun als Taufkirche ein ganz besonderes Flair hat. Zeitgleich fand in Eilsleben auch der Sachsen-Anhalt-Tag statt, so dass in der Stadt ein enormer Trubel war und die Gruppe mitten in den großen Festumzug hineingeriet. Das Motto lautete "Die Welt zu Gast in Luthers Heimatstadt", ein besonderer Abschluss einer informativen, vor allem aber schönen Reise.

 

5-Tages-Reise der Markusgemeinde
BILDER (2)
Lutherreise 2017
Lutherreise 2017"Auf den Spuren von Martin Luther"

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