Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

Seiten

Datum
Titel
Name
Fr. 25.12.15
Das war's mal wieder ...
Frank Hasselberg
Das war's mal wieder ...

Das war's mal wieder ... Nun ist Weihnachten (fast) schon wieder vorbei - je nachdem, wann Sie diese Zeilen lesen. Mancher freut sich: Endlich Schluss mit alle dem Stress und der aufgesetzten Rührseligkeit. Andere blicken auf ein schönes Fest zurück und bedauern es, dass sie bald der Alltag wiederhat. Die einen zehren noch vor der Ankunft Gottes, die anderen von den Kalorien des Weihnachtsessens. Für die einen ist Weihnachten der Neubeginn Gottes mit uns Menschen, für die anderen schlicht Brauchtum ohne großen Sinn dahinter.

Wie dem auch sei: Wenn schon kein Schnee rieselt, so doch die Nadeln des Tannenbaums. Manscher muss auch "zwischen den Jahren" arbeiten. Der Begriff rührt übrigens daher, dass der Geburtstag Jesu am 25. Dezember oder aber am 6. Januar gefeiert wird und damit früher auch das neue Jahr begann. Und damit kommt Silvester mit Böllern und Raketen, mit denen viele die "bösen Geister" des alten Jahres vertreiben wollen. Da werden wieder hunderte von Millionen Euro verpulvert, die doch besser armen Menschen helfen könnten, etwas zu essen zu bekommen. Ein Feuerwerk sieht schön aus, macht aber nicht satt.

Es ist eine Zeit voller Widersprüche. Besonders erlebe ich das in diesem kurzen, viel zu warmen Tagen. Manchmal möchte ich mich verkriechen. Wie wohl tut es da, im Wohnzimmer eine Kerze anzuzünden oder am flackernden Kaminfeuer zu sitzen. Die Dunkelheit schlägt irgendwie auf's Gemüt; im Licht leben wir Menschen wieder auf. Das haben wir an Weihnachten gefeiert: Wie Jesus Christus hineinkommt in unsere Welt mit ihrer Dunkelheit. So wie eine einzige Kerze einen Raum in ein ganz anderes Licht taucht, so lässt Jesu Ankunft in dieser Welt unser Leben in einem neuen Licht erscheinen. Ich jedenfalls möchte mich von ihm leiten lassen, weil er mich auch über Abgründe meines Lebens hinwegtragen kann. Der Dichter Christian Morgenstern hat einmal gesagt: "Wer Gott aufgibt, der löscht die Sonne aus, um mit einer Laterne weiterzuwandern." Und das gilt nicht nur an Weihnachten.

KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Öffentlichkeitsarbeit
Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis
Schneverdinger Straße 14
29640
Schneverdingen
Tel.: 
(05193) 4130
So. 06.12.15
Wochenspruch
Wochenspruch
Wochenspruch

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Sa. 03.10.15
ERNTEDANK
Frank Hasselberg
ERNTEDANK

Einen Korb voll Dank, stelle ich an den Altar!

  • Kartoffeln für die Erde, die hervorbringt, was wir zum Leben brauchen.
  • Kastanien für die Kinderaugen, in denen ein Morgen aufleuchtet.
  • Erdbeermarmelade für die Liebe, die selbst bittere Tage versüßt.
  • Äpfel für den Duft des Himmels, der unverhofft meine Zeit durchstreift.
  • Astern für die lebendigen Farben, in denen mir Gottes Liebe begegnet.

Tina Willims

KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor in der Markusgemeinde
Ernst-Dax-Straße 8
29640
Schneverdingen
Tel.: 
05193 4130
So. 30.08.15
Ein Wort von Landesbischof Ralf Meister
Frank Hasselberg
Ein Wort von Landesbischof Ralf Meister

Liebe Schwestern und Brüder in den Kirchengemeinden,

ob aus Mazedonien, aus Heidenau oder aus Hildesheim: die Nachrichten in diesen Tagen sind erschütternd. Menschen, die aus Kriegsgebieten geflohen sind und von denen viele jahrelang unmittelbare Gewalttaten erlebten, werden in Deutschland erneut massiv ausgegrenzt, stigmatisiert und gewaltsam angegriffen.

Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte sind schändlich. Dumpfe Parolen, die Vorurteile schüren, vergiften das Klima der Solidarität und diskriminieren Menschen. Als Christinnen und Christen können wir dazu nicht schweigen. Das Schicksal der Menschen, die bei uns Zuflucht suchten, berührt unseren Glauben. Denn die biblischen Erzählungen von Abraham und Mose, von Jakob und Noomi, von Maria und Josef sind Flüchtlingsgeschichten. Die göttliche Zusage, mit denen zu sein, die fliehen und eine neue Heimat suchen müssen, ist eine ständige Herausforderung an uns: Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott (3. Mose 19,33-34).

Dass in der Bibel immer wieder aufgefordert wird, gastfrei zu sein und Fremde zu beherbergen, deutet an, wie schwer wir Menschen uns mit grenzenloser Gastfreundschaft tun. Angesichts der Flüchtlingskatastrophe vor Europas Grenzen gibt es keine Handlungsalternativen. Der Umgang mit Fremden ist eine Nagelprobe für die Glaubwürdigkeit unserer Wertegemeinschaft. Die Schlagzeilen müssen sich ändern: auf jede rechtsradikale Aktion, über die breit berichtet wird, kommen weitaus mehr ehrenamtliche Unterstützungsmaßnahmen, die jenseits der Schlagzeilen geschehen. Darüber muss geredet werden, damit das Bild in der öffentlichen Wahrnehmung sich nicht verschiebt.

Ich bin sehr dankbar für alles ehren- und hauptamtliche Engegement in unseren Gemeinden und Kirchenkreisen. Niedersachsen hat eine jahrzehntelange Erfahrung in der Aufnahme von Flüchtlingen, die durch politisches Handeln, vor allem aber durch die konkrete Hilfe von Menschen vor Ort gestaltet wurde.

Ich danke für die Zeit, die viele von Ihnen den Menschen schenken, die zu uns kommen. Ich danke für Initiativen und Projekte, die mit viel Einsatz und Kreativität entwickelt wurden. Ich danke fürs Vorlesen, für Essensausgaben, Bettenaufbau, Kleidersammlungen, Übersetzen, Organisieren und anderen Dienst an vielen Stellen. Das sind Dienste, die den Menschen helfen und Gott die Ehre geben.

Jeder und jede von Ihnen kann dazu beitragen, auch mit bescheidenen Mitteln, dass die Stimmung in unserem Land gegenüber den Menschen, die als Flüchtlinge zu uns kommen, eine offene und willkommene bleibt. Widersprechen Sie Stammtischparolen in Ihrer Nachbarschaft, beim Einkaufen und bei der Arbeit. Suchen Sie den Kontakt zu den neuen Bürgerinnen und Bürgern. Laden Sie in Ihre Gemeindehäuser ein und feiern miteinander. Und beten Sie für die Menschen, die kommen.

"Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan" (Matthäus 25,40) Mit dem Wochenspruch für diese neue Woche grüße ich Sie herzlich. Nehmen wir diese Sätze als Aufforderung, das Rechte zu tun und das Notwendige tapfer zu ergreifen.

Gott behüte Sie und Ihre Gemeinde

KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor in der Markusgemeinde
Ernst-Dax-Straße 8
29640
Schneverdingen
Tel.: 
05193 4130
So. 30.08.15
Sommergottesdienst in der Eine-Welt-Kirche…
Frank Hasselberg
Sommergottesdienst in der Eine-Welt-Kirche zum Heideblütenfest

Sehnsucht nach dem Paradies - Sommergottesdienst in der Eine-Welt-Kirche.

Der Sommer geht seinem Ende entgegen, viele schöne Tage haben wir erlebt und die Heide blüht prächtig. Darum soll im Gottesdienst zum Heideblütenfest am Sonntag, 30. August 2015 um 11 Uhr in der Eine-Welt-Kirche ein Lob auf die Schöpfung gesunden werden. in Liedern, Texten und Gebeten wird es um die Natur gehen.

BILDER
KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor in der Markusgemeinde
Ernst-Dax-Straße 8
29640
Schneverdingen
Tel.: 
05193 4130
Sa. 20.06.15
Sind Sie richtig verbunden?
Frank Hasselberg
Sind Sie richtig verbunden?

"Liebling, du sollst mich doch nicht immer anrufen. Ja, ich bin auch schon ganz wild auf dich. Nein, nicht jetzt. Heute Abend, ich kann jetzt nicht ..." Ein Handy-Gespräch, kürzlich belauscht im Supermarkt, aus Gründen der Diskretion und Jugendfreiheit leicht verändert. Unglaublich, was man sich heutzutage so alles anhören muss. Früher war telefonieren eine Privatsache, die Tür der Telefonzelle oder des heimischen Wohnzimmers wurde sorgsam geschlossen. Heute wird alles öffentlich verhandelt, von Gesundheitsproblemen bis hin zu intimen Verabredungen. Ehrlich, es gibt Gespräche, auf die hätte ich liebend gerne verzichtet. Leider habe ich ein gutes Gehör. Aber die meisten Leute reden eh so laut, dass sie mühelos auch ohne Handy größere Distanzen überbrücken könnten.

Auch wenn unsere Jugendlichen sich das nicht vorstellen können: Es gab ein Leben vor dem Handy. Und das war gar nicht mal so schlecht. Man soll sich nicht so wichtig nehmen, niemand muss jederzeit und überall erreichbar sein. Jetzt ging sogar bei einer Trauerfeier in der Friedhofskapelle solch ein Ding los.

Der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf machte sein Handy nur in Notfällen an. Er sagt: "Ich halte es für einen unschätzbaren Wert, in Ruhe nachdenken zu können.... Ich genieße es, im Moment zu sein, bei mir, meinen Gedanken und den Leuten um mich herum. Da würde so ein Handyklingeln doch nur stören." Wie wahr. Unsere Zeit ist hektisch genug, darum verzichte ich persönlich auch auf diese technische Errungenschaft. Und ich lebe gut damit!

Kennen Sie den alten Schlager: "Wähle 333 auf dem Telefon?" Mein Vorschlag: Schlag nach bei Jeremia 33,3. Da sagt Gott nämlich: "Rufe mich an, so will ich dir antworten." Das könnte mal ein wirklich nützliches Gespräch sein. Ohne Karte und Gebühr, Prepaid von Jesus Christus.

 

KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor in der Markusgemeinde
Ernst-Dax-Straße 8
29640
Schneverdingen
Tel.: 
05193 4130
Mo. 01.06.15
Etwas für's ganze Leben
Frank Hasselberg
Etwas für's ganze Leben


"Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auff der Welt" So sangen einst die Comedian Harmonists. Auch in der Bibel wird ein hohes Lied gesungen über den Wert der Freundschaft. Der Weisheitslehrer Jesus Sirach schreibt: "Ein treuer Freund ist ein starker Schutz; wer den findet, der findet einen großen Schatz. Ein treuer Freund ist nicht mit Geld oder Gut zu bezahlen."

Und von der tiefen Verbundenheit zwischen David und Jonathan heißt es im Alten Testament sogar, dass sie David wichtiger gewesen sei als die Liebe der Frauen. Die Heilige Schrift weis an vielen Stellen um den hohen Wert wahrer menschlicher Freundschaft, um den Wert tiefer, verbindlicher Beziehungen. Im Johannesevangelium sagt Jesus sogar direkt zu seinen Jüngern: "Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde."

Ich glaube, manchmal verwenden wir das Wort Freundschaft zu leichtfertig und meinen eher lose Bekanntschaften, etwa im Sinne von Sports-, Partei- oder Geschäftsfreunden. Solche Beziehungen mögen auch wichtig sein, sind aber oft nur oberflächlich und von kurzer Dauer. In der Bibel geht es um echte, tragfähige, lebenslange Freundschaften. Wo ich micht so geben kann,wie ich bin, wo ich mich nicht verbiegen muss und alles erzählen knn, wo ich aufgefangen werde, wenn ich mal falle.

Eine solche Freundschaft bietet Jesus uns an. Er möchte unser treuer und verlässlicher Freund und Wegbegleiter sein. Man sagt, "kleine Geschenke erhalten die Freundschaft". Er hat uns ein viel größeres Geschenk gemacht, indem er uns ein ganz neues Leben bei Gott eröffnet; wir brauchen es nur anzunehmen. Denn Freundschaften müssen auch gepflegt werden, damit sie nicht vekümmern. Vielleicht bieten die Sommermonate wieder einmal die Gelegenheit dazu, an dieser Freundschaft zu arbeiten, sie neu zu beleben. Es wartet jemand darauf.

Eine schöne Sommerzeit

BILDER
KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor in der Markusgemeinde
Ernst-Dax-Straße 8
29640
Schneverdingen
Tel.: 
05193 4130
So. 29.03.15
Salz in der Suppe
Frank Hasselberg
Salz in der Suppe

"Wir sollten den Leuten nicht Honig um den Bart schmieren, sondern Salz in der Suppe sein." Dieses Wort eines unbekannten klugen Menschen fand ich neulich auf einem alten Notizzettel wieder. Genau, dachte ich, das ist es, auf eine kurze Formel gebracht, was Christen ausmacht: Gegen den Strom der Stammtischweisheiten schwimmen, das Fähnlein des Glaubens hochhalten und nicht schweigen, wenn Unrecht geschieht.

Nun macht man sich damit nicht nur Freunde. Wenn ich sage, dass vor Gott alle Menschen gleich sind und daher auch gleich behandelt werden müssen - ob stark oder schwach, Mann oder Frau, gesund oder behindert, schwarz oder weiss, homo- oder heterosexuell -, dann ernte ich von irgendeiner Seite bestimmt Einwände und Kritik. Es gibt immer Menschen, die andere klein halten wollen, die in Schubladendenken verhaftet sind, die in ihren Vorurteilen leben. Als Beleg muss dann manchmal ein Bibelzitat herhalten. Aber so einfach ist das nicht: Denn die Sätze stehen immer in einem bestimmten Zusammenhang. Entscheidend ist die zentrale Botschaft, die mit Jesus Christus in diese Welt gekommen ist: Die Liebe Gottes zu uns Menschen. Daran wird sich alles andere messen lassen müssen.

Diesen Sonntag ist "Palmarum" oder Palmsonntag. Christen denken an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem. Doch wie schnell wendete sich das Blatt, und die Menge forderte seine Kreuzigung. Warum? Weil dieser Jesus kein Blatt vor den Mund nahm. Weil er den Mächtigen schonungslos einen Spiegel vorhielt. Weil er ihnen keinen Honig um den Bart schmierte, wie manche Politiker es tun, sondern schlicht die Wahrheit sagte. Die Wahrheit von Gott, die uns Menschen herausfordert und manchmal auch unbequem ist. Er ging gradlinig seinen Weg, ohne Schnörkel und Kompromisse.

Für uns heute, in unserem Land, ist das völlig ungefährlich. Wir können in aller Freiheit unsere Meinung sagen und unseren Glauben leben. Tun wir es doch einfach! Übrigens: Den Zettel habe ich an meine Küchen-Pinwand geheftet. Damit ich das mit dem Honig und Salz nicht vergesse.

KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor in der Markusgemeinde
Ernst-Dax-Straße 8
29640
Schneverdingen
Tel.: 
05193 4130
Mi. 04.02.15
Monatsspruch Februar 2015
Frank Hasselberg
Monatsspruch Februar 2015

Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt. Röm1,16

KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor in der Markusgemeinde
Ernst-Dax-Straße 8
29640
Schneverdingen
Tel.: 
05193 4130
So. 28.12.14
Der rote Faden für's neue Jahr
Frank Hasselberg
Der rote Faden für's neue Jahr

"Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert" weiß der Volksmund. Dass das Wollen und das Vollbringen zweierlei Paar Schuhe sind, merkt mancher schon am Neujahrstag. Erich Kästner hat einmal folgenden Spruch zur Silvesternacht geschrieben:

"Man soll das Jahr nicht mit Programmen beladen wie ein krankes Pferd. Wenn es allzu schwr beschwert ist, bricht es zu guter Letzt zusammen.

Je üppiger die Pläne blühen, umso verzwickter wird die Tat. Man nimmt sich vor, sich zu bemühen, und schließlich hat man den Salat!

Es nützt nicht viel, sich rotzuschämen. Es nützt nichts, und es schadet bloß, sich tauschend Dinge vorzunehmen. Lasst das Programm! Und bessert euch drauflos!"

Leichter gesagt als getan, oder? Statt guter Vorsätze aus der Silvesternacht einfach handeln. Klingt gut, wird meist aber auch in den Anfängen steckenbleiben. Also was tun? So weitermachen wie bisher?

Nur gut, dass wir nicht allein unterwegs sind. Gott geht unsere Wege mit. Das zu erkennen, ist manchmal gar nicht so leicht im Gewirr des Alltags. Aber vielleicht sehen wir unsere Tage nur von der verkehrten Seite an. Denn mit unserem Leben ist es wie mit einem geknüpften Teppich. Von unten betrachtet sieht man nur ein Durcheinander von bunten Fäden. Aber von der richtigen Seite gesehen, erkennt man sofort das Muster, die Ordnung, nach der das alles geknüpft und miteinander verbunden ist.

Gott ist der rote Faden, der unserem Leben Richtung und Ziel gibt. Er verlangt nicht mehr von uns, als wir leisten können. Wo wir uns selber überfordern, wo wir an unseren eigenen Ansprüchen und Vorsätzen scheitern, da gibt er uns Orientierung.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Neues Jahr!

BILDER
KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor in der Markusgemeinde
Ernst-Dax-Straße 8
29640
Schneverdingen
Tel.: 
05193 4130
Fr. 21.11.14
Trost der Bäume
Frank Hasselberg
Trost der Bäume

"Wer möchte leben ohne den Trost der Bäume! Wie gut, dass sie am Sterben teilhaben!" An diese Gedichtzeilen von Günther Eich denke ich, wenn ich in diesen Tagen durch den Wald oder unsere Straßen gehe. Den Trost der Bäume suchen Menschen seit alters. Bäume sind fest verwurzelt und recken sich doch zum Himmel. So werden sie zum Vorbild für Menschen in ihrer Sehnsucht nach einem Halt, der trägt, un in ihrer Hoffnung nach Gottes Himmel.

Günther Eichnennt einen anderer Grund des Trostes. Die Bäume haben teil am Sterben. Sie sterben nicht erst am Ende, sondern Jahr für Jahr. Im Herbst zieht der Baum seine Lebenskraft aus den Ästen und Zweigen zurück, und er erscheint nach außen tot. Doch im nächsten Frühjahr wird er wieder lebendig und grünt von neuem.

Welch ein Trost! Denn in meinem Leben geht es ähnlich zu. Da sind nicht nur die Zeiten des Wachsens und des Erfolgs. Ich muss Dinge loslassen, die mir lieb geworden sind. Ich muss von Menschen Abschied nehmen, die mich lange begleitet haben. Und manchmal spüre ich, dass ich mich verausgabt haben, dass ich mich zurückziehen muss, um neue Kräfte zu sammeln. An den Bäumen im Herbst sehe ich: Das Loslassen ist ein Teil des Lebens. Wenn ich das nicht könnte, würde sich meine Lebenskraft verlieren. Das Leben kann nur gelingen, wo Wachsen und Loslassen ihre Zeit haben.

Beides, das Werden und das Vergehen, ist gehalten von Gott. Darum vergleicht die Bibel Menschen, die sich ganz auf Gott verlassen können, mit Bäumen. Und Paul Gerhardt dichtet: "Mach in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir werd ein guter Baum, und lass mich Wurzel treiben." (EG 503,14). Stark in Gott verwurzelt, muss mir vor dem Sterben und Loslassen nicht bange sein.

KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Öffentlichkeitsarbeit
Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis
Schneverdinger Straße 14
29640
Schneverdingen
Tel.: 
(05193) 4130
Do. 06.11.14
Monatsspruch November
Frank Hasselberg
Monatsspruch November

Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten! Verschafft den Waisen Recht, tretet ein für die Witwen!

Jesaja 1,17

KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor in der Markusgemeinde
Ernst-Dax-Straße 8
29640
Schneverdingen
Tel.: 
05193 4130
Mi. 01.10.14
Ja, ist denn schon Advent? Am Sonntag feiern…
Frank Hasselberg
Ja, ist denn schon Advent? Am Sonntag feiern wir Erntedank!

"Frohe Weihnachten," wünschte ich der Verkäuferin im Supermarkt. Auf ihren fragenden Blick sagte ich nur: "Naja, Sie haben ja schon alles im Sortiment: Lebkuchen, Weihnachtsmänner, Spekulatius und Marzipan. Also dann ist es wohl bald soweit." Dass es noch Monate bis zur Adventszeit sind, war uns beiden klar.

Aber in vielen Läden verschwinnen diese geprägten Jahreszeiten: Sobald Weihnachten vorbei ist, grinsen mich die Osterhasen an. Und ab Ende August schwitzen die Schoko-Nikoläuse in den Regalen. Nicht nur ich finde das ätzend. Laut einer aktuellen Umfrage fühlen sich 63 Prozent der Deutschen genervt von der vorzeitigen Invasion, viele fordern sogar eine gesetzliche Regelung. Sie fürchten um die Vorfreude und wissen nicht, wie sie ihren Kindern erklären sollen, dass es noch Monate hin ist bis zum Weihnachtsfest!

Da fragte ich mich: Warum liegt denn ds Zeug jetzt schon in den Läden? Bestimmen die 37 Prozent, die dieser Irrsinn offenbar nicht stört, was passiert? Oder konsumieren auch die anderen heimlich, was sie öffentlich nicht zugeben. Klar, der Käufer bestimmt, was angeboten wird. Das ist unsere Marktwirtschaft. Deshalb wünsche ich mir, dass das Kaufverhalten tatsächlich den Gefühlen entspricht. Wenn niemand diesen ganzen Kram vor November kauft, verschwindet er schnell aus den Regalen. Das ist das schlichte Gesetz von Angebot und Nachfrage!

Unsere ehemalige Bischöfin Margo Käßmann hat dazu schon vor Jahren die Aktion ins Leben gerufen "Advent ist im Dezember". Was meistens ja auch stimmt. Soll heißen: Lasst diesen verfrühten Konsum-Quatsch, genießt die Zeit, die gerade da ist. Diesen Sonntag feien wir zum Beispiel "Erntedank". Lebkuchen & Co wird man auf den Altären nicht entdecken. Dafür freue ich mich auf die festlich geschmückten Kirchen mit dem, was Feld und Garten hergeben. Auf die Kürbisse, die Äpfel, Birnen und Nüsse. Sie auch? Einen schönen Sonntag wünsche ich!

Ihr Frank Hasselberg

KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor in der Markusgemeinde
Ernst-Dax-Straße 8
29640
Schneverdingen
Tel.: 
05193 4130
So. 14.09.14
Blut oder Wasser - Diakoniesonntag am 14.09.…
Frank Hasselberg
Blut oder Wasser - Diakoniesonntag am 14.09.2014

"Blut ist dicker als Wasser", sagt eine Redensart. Damit ist gemeint, dasss verwandtschaftliche Bande tragfähiger sind als andere zwischenmenschliche Beziehungen. Aber stimmt das immer? Gibt es nicht auch Geschwister, die sich heillos zerstreiten: Eltern und Kinder, die nicht mehr miteinander reden. Auf der anderen Seite bestehen Freundschaften, die ein Leben lang halten. Entscheidend ist, dass Menschen eine gemeinsame Grundlage haben, auf der sie sich verstehen und vertrauen. Dann kann man miteinander durch Dick und Dünn gehen.

Davon spricht auch Jesus und nimmt kein Blatt vor dem Mund. Wer oder was ist Familie? Im ersten Moment wirkt sein Verhalten seiner Mutter und den leiblichen Geschwistern gegenüber seltsam, fast schroff. Aber er will deutlich machen, worum es letztlich geht. Darum definiert er ganz neu, was Verwandschaft bedeutet. Er sagt: "Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die Gottes Wort hören und tun." (Lukas 8,21).

Morgen ist Diakoniesonntag. "Wir sind Familie" ist ín diesem Jahr das Motto. Für mich ist das genau die Frage Wer ist "wir"? Wer gehört daszu? Familie ist wunderbar, himmlisch, ist Lebensziel, macht glücklich. Oder: Familie ist lästig, nervtötend, zeitraubend, anstrengend. Beides stimmt, beide Erfahrungen werden Sie, lieber Leser, gemacht haben. Das mag auch vom Lebensalter abhängen: Wie wichtig sind einem die Familie, wie wichtig Freundschaften.

Mir geht es ähnlich: Familie beginnt im Herzen. Ich sehe dich als Menschen, als Bruder oder Schwester. Ganz einfach eigentlich! Mal sehen, wei weit und wohin wir damit kommen. Einen schönen Diakoniesonntag.

Ihr Pastor Frank Hasselberg

KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor in der Markusgemeinde
Ernst-Dax-Straße 8
29640
Schneverdingen
Tel.: 
05193 4130
So. 03.08.14
7. Sonntag nach Trinitatis
Frank Hasselberg
7. Sonntag nach Trinitatis

Lobe den Herrn meine Seele und seinen heiligen Namen. Was er dir Gutes getan hat, Seele, vergiss es nicht. Amen.

Lobe, lobe den Herrn, lobe den Herrn, meine Seele. Lobe, lobe den Herrn, lobe der Herrn, meine Seele.

BILDER
KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor in der Markusgemeinde
Ernst-Dax-Straße 8
29640
Schneverdingen
Tel.: 
05193 4130
So. 15.06.14
Trinitatisfest - Tag der heiligen…
Frank Hasselberg
Trinitatisfest - Tag der heiligen Dreifaltigkeit

Das himmlische Dream-Team passt zum Trinitatisfest. Ein Dreiergespann der besonderen Art findet sich in einer Karikatur: Hand in Hand gehen Gott und Jesus, über ihnen schwebt der Heilige Geist. Die "Traum-Mannschaft" passt zum Trinitatisfest, dem "Tag der heiligen Dreifaltigkeit".

Von ihren ganz irdischen Mannschaften träumen derzeit wieder viele Menschen in aller Welt. Ausnahmezustand! Und ich frage mich: Was würde wohl Jesus über Fußball sagen? Mit seinen Jüngern hätte Jesus eine starke Truppe für ein Spiel gehabt: Den draufgängerischen Judas kann ich mir gut als Mittelstürmer vorstellen. Petrus als zuverlässigen Spielführer ... Ich stelle mir vor, Jesus würde sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft an den Spielfeldrand setzen, beobachten und überlegen, wen er mit Gott vergleichen könnte.

Vielleicht ein Schiedsrichter? Der darf keinen bevorzugen, ist unparteiisch. Jesus könnte sagen: Gott ist wie ein guter Schiedsrichter. Er ist gerecht für alle da und unbestechlich. Niemand kann Gott für sich allein beanspruchen. Oder - Gott ist wie ein Linienrichter. Er hat den Überblick und sieht von seiner Position aus mehr als wir alle zusammen. Ihm kann niemand etwas vormachen.

Gott als Trainer? Er hat uns durch seinen Sohn Jesus Christus gesagt und vorgelebt, wie man gut miteinander "spielt", wie man als Christ in der Welt leben kann. Er hat uns Mut gemacht, unser Leben Gott anzuvertrauen und nicht nur auf unsere eigene Kraft zu setzen. Dazu braucht man Training. Immer wieder, zum Beispiel im Gottesdienst, im persönlichen Gebet oder im Gespräch mit anderen Christen.

Gott als Torwart? Der muss den Ball halten, damit er kein Tor reinkriegt. Aber das gelingt nicht immer. Und ohne Tore wäre das Spiel nun mal uninteressant. Das gehört dazu, wie es im Leben dazugehört, dass ich hin und wieder "ein Tor reinkriege". Gott hält nicht alles Schwere im Leben ab, aber - und das unterscheidet ihn vom Fußball-Torwart - er fängt mich auf. Er gibt mir die Kraft, immer wieder aufzustehen und "weiterzuspielen". Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist: ein Dream-Team, dass seinen Namen verdient.

KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor in der Markusgemeinde
Ernst-Dax-Straße 8
29640
Schneverdingen
Tel.: 
05193 4130
Mo. 09.06.14
Geistliches Wort
Frank Hasselberg
Geistliches Wort

Mach es wie die Eintagsfliege, lebe und sei froh!

An einem warmen Sommertag hatte die Eintagsfliege um die Krone eines alten Baumes getanzt, geschwebt und sich glücklich gefühlt. Als sich das kleine Geschöpf einen Augenblick in stiller Glückseligkeit auf den großen, frischen Blättern ausruhte, sagte der Baum: "Arme Kleine! Nur einen einzigen Tag währt dein ganzes Leben! Wie kurz das ist. Wie traurig." - "Traurig?", erwiderte die Eintagsfliege, "was meinst du damit? Alles ist so herrlich leicht, so warm und schön, und ich selbst bin so glücklich!" - "Aber nur einen Tag, und dann ist alles vorbei!"

"Vorbei", sagte die Eintagsfliege, "was ist vorbei? Bist du auch vorbei?" - "Nein, ich lebe tausende von deinen Tagen, umd meine Tage sind ganze Jahreszeiten! Das ist etwas so Langes, dass du es nicht verstehen kannst."

"Nein, denn ich verstehe dich nicht! Du bist tausende von meinen Tagen, aber ich habe tausende von Augenblicken, in denen ich froh und glücklich sein kann! Hört denn alle Herrlichkeit diese Welt auf, wenn du einmal stirbst?"

"Nein", sagte der Baum, "die währt gewiss viel länger, unendlich viel länger, unendlich viel länger als ich denken kann!" - "Aber dann haben wir ja gleich viel, nur dass wir verschieden rechnen."

Ich beneide dieses Insekt um seine Fähigkeit, sich so uneingeschränkt freuen zu können. Fröhlich zu sein, den Sonnenschein und Gottes Schöpfung einfach zu genießen. Die Leichtigkeit des Seins ... Wir Menschen haben das oft verlernt und sorgen uns und tun und machen, anstatt im Hier und Jetzt glücklich zu sein. Doch das Glück ist keine Eintagsfliege" Vielleicht bietet der anstehende Sommer die Gelegenheit, wirklich mal die Seele baumeln zu lassen, wie man so sagt.  Sich zu freuen an dem, was vor Augen ist, zufrieden zu sein mit dem, was uns jeden Tag auf's neue geschenkt wird. Es aus Gottes Hand zu nehmen mit einem kleinen "Danke" auf den Lippen. Ob zuhause, auf der Arbeit, im Urlaub, in den Ferien. Es gibt so Vieles, wofür zu leben sich lohnt und wofür man dankbar sein kann. Das Zwitschern der Vögel, das Lachen der Kinder, die Wärme der Haut, der Mensch an meiner Seite. Ich will aber kein alter, abgeklärter Baum sein. Mach es wie die Eintagsfliege, lebe und sei froh!

KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor in der Markusgemeinde
Ernst-Dax-Straße 8
29640
Schneverdingen
Tel.: 
05193 4130
Do. 29.05.14
Ein Wort zu Christi Himmelfahrt
Frank Hasselberg
Ein Wort zu Christi Himmelfahrt

Das Fest Christi Himmelfahrt sagt, dass Jesus zu Gott zurückgekehrt ist. Aber das ist nur die halbe Botschaft. Die andere Häfte besteht darin, dass er uns weiterhin nahe ist.

Wo ist der Himmel?

Bankett im Kreml. Chruschtoschow zieht Gagari beiseite: "Hast du - ich - meine - da oben - IHN gesehen?". Der Astronaut nickt. "Habe ich mir doch gedacht" stöhnt der Boss. "Niemanden war sagen, verstanden?!"

Kurz darauf greift sich der Metropolit der russisch-orthodoxen Kirche den Kosmonauten. "Hast du - ich meine, als du da draußen warst - IHN, hast du IHN gesehen?"Gagarin schüttelt den Kopf. "Habe ich es mir doch gedacht" seufzt der Bärtige. "Niemanden was sagen, verstanden?!"

Wo ist Gott? Jedenfalls thront er nicht auf Wolke sieben. Das ist die Gefahr des Himmelfahrtsfestes: Dass wir zu sehr in die Ferne blicken. Dass wir denken: Jesus ist in den Himmel gefahren. Dass muss weit weg sein. Irgendwo hoch oben, für uns erreichbar. Dabei ist das Wichtige oft direkt vor unserer Nase. Gott ist nicht da, wo der Himmel ist. Sondern der Himmel ist da, wo Gott ist. Wenn wir nur in den Himmel über uns blicken, in die Ferne, dann werden wir Gott nicht finden. Wenn wir aber nach vorn blicken, wenn wir die Welt sehen, in der wir leben, die Menschen, mit denen wir zusammenleben und denen wir begegnen, dann werden wir Gott finden und erleben.

Dann werden wir merken: Gott ist nicht da, wo alles leer ist. Er ist auch nicht unendlich weit weg. Gott ist da, wo Menschen sind, wo wir sind. Und wo Gott ist, da ist auch ein Stück Himmel. Da ist auch ein Stück von dem, was wir uns wünschen, erträumen, erhoffen.

Das Fest Chrsti Himmelfahrt sagt, dass Jesus zu Gott zurückgekehrt ist. Aber das ist nur die halbe Botschaft. Die andere Hälfte besteht darin, dass er uns weiterhin nahe ist. Das er für uns da ist und in unser Leben eingreift. Wenn wir davon etwas merken, werden wir staunen.

 

 

BILDER
KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Öffentlichkeitsarbeit
Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis
Schneverdinger Straße 14
29640
Schneverdingen
Tel.: 
(05193) 4130
So. 13.04.14
Wochenspruch Sonntag, 13.04.2014 bis…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 13.04.2014 bis Samstag, 19.04.2014

Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. (Johannes 3, 14b-15) 

Erklärung

Der Palmsonntag eröffnet die Karwoche. Übereinstimmend berichten die Evangelisten von einem Einzug Jesu in Jerusalem. Er reitet auf einem Esel, das Volk am Straßenrand empfängt ihn wie einen König: eine Szenerie, die Herrschaft aber Verzicht auf Macht, Gewalt und Reichtum vereint. Die Hoffnung auf einen König nach Gottes Art erscheint erfüllt.
Doch eine solche Herrschaft steht den Interessen weltlicher Machthaber entgegen. Mit ihren Mitteln durchkreuzen sie Gottes Herrschaftsabsichten. So scheint alles beim Alten zu bleiben auf Erden: Herrschsucht, Willkür, Brutalität, Leiden, Tod. Der gerade noch gefeierte Gotteskönig wird hingerichtet. Am Karfreitag gedenken Christen dieses Geschehens.
Am Vortag aber wird bereits ein anderer Akzent gesetzt: Weiß als liturgische Farbe deutet bereits auf das Osterfest hin, Weiß als Symbol für Licht inmitten der Finsternis. Der Gründonnerstag erinnert an die erste Abendmahlsfeier. Jesus feiert mit seinen Freundinnen und Freunden das Passahmahl und deutet es neu. Durch ihn wird das Festmahl, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Zwangsherrschaft erinnert, zum Mahl, das den Anbruch von Gottes Herrschaft markiert und so voller Vorfreude gefeiert werden kann.

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Mi. 05.02.14
Gefallener Engel
Frank Hasselberg
Gefallener Engel

Im Baseler Kunstmuseum hängt ein Bild meines Lieblingsmalers Marc Chagall. Es heißt: "Der Engelsturz". Ein glutroter, kopfüber stürzender Engel symbolisiert den Untergang, die totale Katastrophe im Leben des jüdischen Volkes und auch des Malers persönlich. Im Vergleich dazu ist der Sturz, den die "gelben Engel" derzeit erleben, harmlos. Und doch ist es für viele Menschen katastrophal, ein weiterer Vertrauensbuch, den sie auch in anderen Institutionen erleben. Der ADAC ist auch nicht besser, sagen uns die Medien, da wird gemogelt, gelogen und betrogen, und die Rettungshubschrauber transportieren Bonzen statt notleidende Menschen. Wie immer schwarz-weiß gezeichnet, aber so ist das nun mal in Zeitung und Fernsehen. Wie sagt man so schön "Hochmut kommt vor dem Fall". Wer sich selbst als "Engel" bezeichnet, gleich welcher Farbe, muss damit leben, dass er am Ende verteufelt wird.

Da lobe ich mir die Engel der Bibel - und da haben sie schließlich ihren Ursprung. Das Wort bedeutet "Boten Gottes". Weiß gewandet, haben Engel die Aufgabe uns Menschen zu behüten und zu tragen. Sie bringen die frohe Botschaft von "Gott auf die Erde". Ihre Macht ist größer als die Kräfte dieser Welt, sie sind viel mehr als nur "Pannenhelfer". Die guten Engel Gottes umgeben uns als schützende Begleiter, sie passen auf, dass wir in den Wirren des Lebens nicht untergehen. Sie wollen kein Geld und ich muss sie nicht erst rufen, wenn ich in Not bin. Solche Engel brauchen wir! Darum: Schluss mit Tricks und Täuschung, Selbstbedienung und Autolobby-Politik ohne Rücksicht auf die Umwelt. Für mich bedeutet die Abkürzung künftig: "Auf Dich Achtet Christus".

KONTAKT

Frank Hasselberg

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Öffentlichkeitsarbeit
Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Pastor/-innen
Frank
Hasselberg
Pastor, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis
Schneverdinger Straße 14
29640
Schneverdingen
Tel.: 
(05193) 4130

Seiten