Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

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Do. 29.05.14
Ein Wort zu Christi Himmelfahrt
Frank Hasselberg
Ein Wort zu Christi Himmelfahrt

Das Fest Christi Himmelfahrt sagt, dass Jesus zu Gott zurückgekehrt ist. Aber das ist nur die halbe Botschaft. Die andere Häfte besteht darin, dass er uns weiterhin nahe ist.

Wo ist der Himmel?

Bankett im Kreml. Chruschtoschow zieht Gagari beiseite: "Hast du - ich - meine - da oben - IHN gesehen?". Der Astronaut nickt. "Habe ich mir doch gedacht" stöhnt der Boss. "Niemanden war sagen, verstanden?!"

Kurz darauf greift sich der Metropolit der russisch-orthodoxen Kirche den Kosmonauten. "Hast du - ich meine, als du da draußen warst - IHN, hast du IHN gesehen?"Gagarin schüttelt den Kopf. "Habe ich es mir doch gedacht" seufzt der Bärtige. "Niemanden was sagen, verstanden?!"

Wo ist Gott? Jedenfalls thront er nicht auf Wolke sieben. Das ist die Gefahr des Himmelfahrtsfestes: Dass wir zu sehr in die Ferne blicken. Dass wir denken: Jesus ist in den Himmel gefahren. Dass muss weit weg sein. Irgendwo hoch oben, für uns erreichbar. Dabei ist das Wichtige oft direkt vor unserer Nase. Gott ist nicht da, wo der Himmel ist. Sondern der Himmel ist da, wo Gott ist. Wenn wir nur in den Himmel über uns blicken, in die Ferne, dann werden wir Gott nicht finden. Wenn wir aber nach vorn blicken, wenn wir die Welt sehen, in der wir leben, die Menschen, mit denen wir zusammenleben und denen wir begegnen, dann werden wir Gott finden und erleben.

Dann werden wir merken: Gott ist nicht da, wo alles leer ist. Er ist auch nicht unendlich weit weg. Gott ist da, wo Menschen sind, wo wir sind. Und wo Gott ist, da ist auch ein Stück Himmel. Da ist auch ein Stück von dem, was wir uns wünschen, erträumen, erhoffen.

Das Fest Chrsti Himmelfahrt sagt, dass Jesus zu Gott zurückgekehrt ist. Aber das ist nur die halbe Botschaft. Die andere Hälfte besteht darin, dass er uns weiterhin nahe ist. Das er für uns da ist und in unser Leben eingreift. Wenn wir davon etwas merken, werden wir staunen.

 

 

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So. 13.04.14
Wochenspruch Sonntag, 13.04.2014 bis…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 13.04.2014 bis Samstag, 19.04.2014

Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. (Johannes 3, 14b-15) 

Erklärung

Der Palmsonntag eröffnet die Karwoche. Übereinstimmend berichten die Evangelisten von einem Einzug Jesu in Jerusalem. Er reitet auf einem Esel, das Volk am Straßenrand empfängt ihn wie einen König: eine Szenerie, die Herrschaft aber Verzicht auf Macht, Gewalt und Reichtum vereint. Die Hoffnung auf einen König nach Gottes Art erscheint erfüllt.
Doch eine solche Herrschaft steht den Interessen weltlicher Machthaber entgegen. Mit ihren Mitteln durchkreuzen sie Gottes Herrschaftsabsichten. So scheint alles beim Alten zu bleiben auf Erden: Herrschsucht, Willkür, Brutalität, Leiden, Tod. Der gerade noch gefeierte Gotteskönig wird hingerichtet. Am Karfreitag gedenken Christen dieses Geschehens.
Am Vortag aber wird bereits ein anderer Akzent gesetzt: Weiß als liturgische Farbe deutet bereits auf das Osterfest hin, Weiß als Symbol für Licht inmitten der Finsternis. Der Gründonnerstag erinnert an die erste Abendmahlsfeier. Jesus feiert mit seinen Freundinnen und Freunden das Passahmahl und deutet es neu. Durch ihn wird das Festmahl, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Zwangsherrschaft erinnert, zum Mahl, das den Anbruch von Gottes Herrschaft markiert und so voller Vorfreude gefeiert werden kann.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Mi. 05.02.14
Gefallener Engel
Frank Hasselberg
Gefallener Engel

Im Baseler Kunstmuseum hängt ein Bild meines Lieblingsmalers Marc Chagall. Es heißt: "Der Engelsturz". Ein glutroter, kopfüber stürzender Engel symbolisiert den Untergang, die totale Katastrophe im Leben des jüdischen Volkes und auch des Malers persönlich. Im Vergleich dazu ist der Sturz, den die "gelben Engel" derzeit erleben, harmlos. Und doch ist es für viele Menschen katastrophal, ein weiterer Vertrauensbuch, den sie auch in anderen Institutionen erleben. Der ADAC ist auch nicht besser, sagen uns die Medien, da wird gemogelt, gelogen und betrogen, und die Rettungshubschrauber transportieren Bonzen statt notleidende Menschen. Wie immer schwarz-weiß gezeichnet, aber so ist das nun mal in Zeitung und Fernsehen. Wie sagt man so schön "Hochmut kommt vor dem Fall". Wer sich selbst als "Engel" bezeichnet, gleich welcher Farbe, muss damit leben, dass er am Ende verteufelt wird.

Da lobe ich mir die Engel der Bibel - und da haben sie schließlich ihren Ursprung. Das Wort bedeutet "Boten Gottes". Weiß gewandet, haben Engel die Aufgabe uns Menschen zu behüten und zu tragen. Sie bringen die frohe Botschaft von "Gott auf die Erde". Ihre Macht ist größer als die Kräfte dieser Welt, sie sind viel mehr als nur "Pannenhelfer". Die guten Engel Gottes umgeben uns als schützende Begleiter, sie passen auf, dass wir in den Wirren des Lebens nicht untergehen. Sie wollen kein Geld und ich muss sie nicht erst rufen, wenn ich in Not bin. Solche Engel brauchen wir! Darum: Schluss mit Tricks und Täuschung, Selbstbedienung und Autolobby-Politik ohne Rücksicht auf die Umwelt. Für mich bedeutet die Abkürzung künftig: "Auf Dich Achtet Christus".

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Do. 30.01.14
Monatsspruch Februar
Frank Hasselberg
Monatsspruch Februar

"Redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören.² Wieviel Kraft kann ein Lob freisetzen, wenn es richtig ausgesprochen wird. Wie gut tut ein tröstendes Wort, so zaghaft ich es ausspreche, wenn ein Mench traurig ist. Wie hilfreich kann eine wohlwollende Kritik sein. Welcher Segen entfaltet sich in Worten des Glaubens, die wir als Christen weitersagen.

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Di. 07.01.14
Grußwort zur Jahreslosung "Gott nahe zu…
Frank Hasselberg
Grußwort zur Jahreslosung "Gott nahe zu sein, ist mein Glück"

Was ist Glück? Wer weiß das schon. Sind Sie glücklich? Wer würde das uneingeschränkt von sich sagen. Es gibt schließlich gute und schlechte Tage, Höhen und Tiefen. Niemand ist immer nur glücklich - das wäre auch schwer zu ertragen, denn nur wer Regen kennt, freut sich über den Sonnenschein.

Eine wunderschöne Definition gbit uns die Jahreslosung für 2014 "Gott nahe zu sein, ist mein Glück". Das steht im 73. Psalm, Vers 28. Aber: Ist das nicht etwas leichtfertig dahingesagt, wenn mir das Wasser bis zum Hals steht, wenn ich keinen Sinn mehr in meinem Leben sehe? Auch der Psalmbeter hat schwere Zeiten durchschritten, er kennt ebenso die dunklen Stunden, wo man mit Gott hadert. Und trotzdem - oder gerade deswegen - sieht er, wo sein wahres Glück liegt. Es geht nicht um Friede - Freude - Eierkuchen, sondern um ein gelingendes, ein erfülltes Leben diesseits von schneller Glückseligkeit, wie viele Menschen sie suchen. Der Unterschied zwischen Vergnügen und Glück ist derselbe wie zwischen einem Kahn und einem Ozeandampfer. Auf den Tiefgang kommt es an.

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So. 20.10.13
"Suchet zuerst Gottes Reich in dieser…
Frank Hasselberg
"Suchet zuerst Gottes Reich in dieser Welt...." EG182

Wenn unsere Beziehung zu Gott stimmt, dann wird er wie ein liebender Vater uns mit allen versorgen, was wir zum Leben brauchen - und jeder Glaubende wird aus der Fülle Gottes geschenkt erhalten und den Sinn des Lebens finden.

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Di. 30.07.13
Träume dein Leben - lebe deinen Traum!
Frank Hasselberg
Träume dein Leben - lebe deinen Traum!

Ich sitze im Auto, endlich nach Hause! Das Radio läuft so nebenbei, ich höre gar nicht richtig zu. Aber dann erklingt ein Lied, das mich aufhorchen lässt. Ich drehe das Radio lauter und beginne mitzusingen. Seit Ewigkeiten habe ich es nicht mehr gehört, trotzdem fällt mir jedes einzelne Wort des englischen Textes spontan wieder ein. Das Lied heißt „Que sera“ und wird gesungen von Doris Day. „When I was just a little girl, I asked my mother: What will I be? Will I be pretty, will I be rich…” – Zu deutsch: „Als kleines Mädchen fragte ich meine Mutter: Was wird aus mir werden? Werde ich schön sein, werde ich reich sein…“

Wie wohl jeder junge Mensch habe auch ich mir damals Gedanken darüber gemacht, wie mein Leben wohl verlaufen wird. Hatte ehrgeizige, auch romantische Vorstellungen von meinem Berufs- und Familienleben. Wusste irgendwann ziemlich genau, was ich wollte und was nicht. Mit zunehmendem Alter wandelten sich meine Vorstellungen, wurden angereichert mit schönen Erfahrungen, bitteren Enttäuschungen und neuen Sichtweisen. Mein Lebensweg bis heute ist geprägt von Höhen und Tiefen, von Umwegen und Sackgassen. Aber so wie ich heute bin, bin ich geworden, weil ich diesen Weg gegangen bin. Und ich habe erfahren: Gott kann auch auf krummen Wegen gerade schreiben. Er hat mich begleitet, mir Mut gemacht, wenn es nötig war, und mein Herz springen lassen, wenn es glücklich war.

Und wie ist es mit Ihnen? Immer alles nach Plan verlaufen? Das wird wohl niemand ernsthaft von sich behaupten können. Wir können unsere Zukunft nicht bis ins Letzte planen oder sie gar vorhersehen. Aber wir können – so gut es geht - unser Leben in die Hand nehmen. Die Verantwortung für uns selber kann uns niemand abnehmen. Und ich darf träumen und mir die Erfüllung des einen oder anderen Traums erhoffen, denn ein Stück meines Lebens liegt immer vor mir und will gelebt werden. Beim Träumen hilft mir manchmal Musik aus dem Radio. Und beim Leben hilft mir der, der versprochen hat: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

 

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Sa. 01.06.13
Halbzeit - das halbe Kirchenjahr ist schon…
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Halbzeit - das halbe Kirchenjahr ist schon wieder um.

Halbzeit

Kinder, wie die Zeit vergeht: Die Hälfte des Jahres ist schon wieder um. Des Kirchenjahres natürlich, das ja mit dem 1. Advent beginnt und am Ewigkeitssonntag endet. Vorbei die Zeit der schönen Feste mit Weihnachten, Ostern und Pfingsten, jetzt kommt die schier endlose Reihe der „Sonntage nach Trinitatis“. Halbzeit, das bedeutet immer Rückschau und Ausblick. Was war gut, und was kann man noch verbessern - wie beim Fußball, wo es in der Kabine eine Standpauke des Trainers oder lobende Worte gibt, je nachdem. Jetzt bloß nicht nachlassen, auch wenn die Beine schwer werden, nicht den Mut verlieren, weiter nach vorne stürmen!
Manche unserer Zeitgenossen erscheinen mir wie Spieler, die sich schon aufgegeben haben. Für sie ist das Glas halb leer, es geht auf das Ende zu, alles schmeckt nur noch schal. Ich sehe das Glas lieber halb voll, sehe, was noch kommen kann an schönen Dingen und bin neugierig auf die Zukunft. Natürlich, mich erschreckt es manchmal auch, wie mir die Zeit unter den Fingern zerrinnt, aber muß ich deswegen vor der Uhr sitzen wie das Kaninchen vor der Schlange und um jedes Kalenderblatt trauern, das ich abreißen muß? Nein, denn ich weiß: Meine Zeit steht in Gottes Händen, wie es in Psalm 31 (Vers 16) heißt. Dazu gibt es ein modernes Kirchenlied, das ich gern singe:

„Es gibt Tage, die bleiben ohne Sinn. Hilflos seh´ ich, wie die Zeit verrinnt.

Stunden, Tage, Jahre gehen hin, und ich frag´, wo sie geblieben sind.

Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.

Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden. Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir!“ 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne 2. Halbzeit!  

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